Ehe und Lebensgemeinschaft Teil 2

Bei der Ehe- und Lebensgemeinschaft bestehen auch wenn ein Partner stirbt erhebliche Unterschiede. So muss ein Lebensgefährte damit rechnen, dass ihm nichts zukommt, wenn kein Testament vorhanden ist. Wenn durch ein Testament der Lebensgefährte etwas zugesprochen erhält, dann wird seine Steuer nach der höchsten Steuerklasse bemessen, weil er im Sinne des Gesetzes als fremde Person gegenüber dem Verstorbenen anzusehen ist. Außerdem hat ein Lebensgefährte niemals einen Rentenanspruch nach dem Verstorbenen. Auch in diesen Fällen ist ein Ehepartner wesentlich besser gestellt, da er ein gesetzliches Erbrecht hat. Er muss dafür nur die Steuer nach der günstigsten Steuerklasse zahlen und hat einen gesetzlichen Anspruch auf Rentenzahlung.

Sowohl der Ehegatte, als auch der Lebensgefährte können in Mietrechte eintreten. Der Lebensgefährte allerdings nur dann, wenn die Lebensgemeinschaft zumindest 3 Jahre in dieser Wohnung bestanden hat oder die beiden Partner die Wohnung gemeinsam bezogen haben.

Wenn während der aufrechten Lebensgemeinschaft Vermögensgegenstände erworben werden, ist es notwendig, die Rechnungen und Zahlungsnachweise aufzuheben, aus denen ersichtlich ist, wer Käufer dieser Vermögensgegenstände war.

Vor Eheschließung sollten Sie sich beraten lassen, wie Sie Ihr Vermögen und Ihre Unterhaltsansprüche bestmöglich absichern. Ein besonders häufiges Problem besteht bei Schenkungen aus dem Verwandtschaftskreis, da im Falle einer Scheidung die Frage zu klären ist, welcher Ehepartner beschenkt wurde. Wenn die Schenkung an beide Teile erfolgte, ist das Schenkungsvermögen so aufzuteilen, als hätten es die Ehegatten gemeinsam erwirtschaftet und erarbeitet.

Jedenfalls sollte am Beginn einer Ehe festgehalten werden, welches Vermögen und welcher Partner in die Ehe mitbringt, weil dieses Vermögen grundsätzlich bei einer Scheidung nicht aufgeteilt werden sollte.

Impressum