Das Dienstverhältnis Teil 2

Nach dem Gesetz hat der Dienstnehmer eine einmonatige Kündigungsfrist einzuhalten und der Dienstgeber eine sechswöchige, wobei der Dienstgeber nur zum Quartalsende, also nur zum 31.03., 30.06., 30.09. und 31.12. kündigen kann, während es dem Dienstnehmer offen steht immer am Monatsende aus dem Dienstverhältnis auszuscheiden.

Aufgrund des Gesetzes haben Dienstnehmer auch einen Urlaubsanspruch in der Höhe von 30 Werktagen, wobei als Werktage die Tage Montag bis Samstag gelten. Der Urlaubsanspruch entsteht in den ersten sechs Monaten des Arbeitsjahres aliquot, d.h. wenn Sie nach zwei Monaten aus dem Dienstverhältnis ausscheiden haben Sie ein Sechstel des Jahres gearbeitet und somit Anspruch auf fünf Arbeitstage an Urlaub. Der Urlaub ist grundsätzlich einvernehmlich festzusetzen. Wenn Sie während des Urlaubes erkranken, so wird die Zeit der Erkrankung nicht auf den Urlaub angerechnet, wenn Sie drei Tage überschreitet und Sie ein ärztliches Attest beibringen.

Ab dem zweiten Arbeitsjahr steht der gesamte Urlaubsanspruch bereits mit Beginn des jeweiligen neuen Arbeitsjahres.

Bei Beendigung des Dienstverhältnisses besteht ein Anspruch auf eine Urlaubsersatzleistung, d. h. Ersatzleistung für den aliquot noch offenen Urlaub. Der Zeitpunkt des Urlaubsantrittes sowie die Urlaubsdauer sind zwischen dem Dienstgeber und dem Dienstnehmer unter Rücksichtnahme auf die Erfordernisse des Betriebes und die Erholungsmöglichkeiten des Dienstnehmers zu vereinbaren. In der Praxis wird Dienstnehmern, die ihren Urlaub nicht verbrauchen wollen, dieser Urlaub in Geld abgelöst. Derartige Vereinbarungen über einen nicht konsumierten Urlaub sind jedoch, weil sie dem Erholungszweck des Urlaubes zuwiderlaufen, rechtsunwirksam.

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