Das Dienstverhältnis Teil 1

Im Regelfall wird ein erstes Dienstverhältnis auf Probe abgeschlossen, wobei dies bedeutet, dass für die Beendigung des Dienstverhältnisses keine Frist einzuhalten ist. Deswegen ist die Dauer dieses Dienstverhältnisses auf Probe auch mit maximal einem Monat gesetzlich beschränkt. Spätestens danach muss ein ordentliches Dienstverhältnis begründet werden. Wie bei jedem Vertragsverhältnis ist es auch beim Dienstverhältnis wichtig nachweisen zu können, was zwischen den Parteien vereinbart war. Sie sollten daher jedenfalls darauf achten, dass Ihnen der gesetzlich vorgesehene Dienstzettel ausgefolgt wird, welcher die Rahmenbedingungen des Arbeitsvertrages wie folgt zu enthalten hat:

a) Name und Anschrift des Dienstgebers

b) Name und Anschrift des Dienstnehmers

c) Beginn des Dienstverhältnisses

d) Bei Dienstverhältnis auf bestimmte Zeit - das Ende des Dienstverhältnisses

e) Dauer der Kündigungsfrist und Kündigungstermin

f) gewöhnlicher Dienst- Einsatzort

g) allfällige Einstufung in ein generelles Schema

h) vorgesehene Verwendung

i) Anfangsbezug (Grundgehalt bzw. Lohn) weitere Entgeltbestandteile wie z.B. Sonderzahlungen, Fälligkeit

   des Entgeltes

j) Ausmaß des jährlichen Erholungsurlaubes

k) vereinbarte tägliche oder wöchentliche Arbeitszeit des Dienstnehmers (40-Std-Woche)

l) Bezeichnung der auf das Dienstverhältnis anzuwendenden Norm der kollektiven Rechtsgestaltung (Kollektivvertrag, Satzung, Betriebsvereinbarung)

Dabei sollten Sie auch noch überprüfen, ob Sie nach dem richtigen Kollektivvertrag eingestuft sind. Dieser Kollektivvertrag bestimmt nämlich wie Ihr Mindestgehalt auszusehen hat und Sie können durch Überprüfung Ihre Einstufung in den Kollektivvertrag auch feststellen, ob Sie ausreichend Entgelt erhalten.

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